Robben in Ramsberg: Aprilscherz in der Frankenschau des Bayerischen Rundfunks

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Sonntag, 01. April 2018

RAMSBERG ­– Der Zweckverband Brombachsee und der Bayerische Rundfunk haben sich am 1. April einen kleinen Aprilscherz mit den Zuschauern der Frankenschau erlaubt. In einem fünfminütigen Beitrag berichtete der BR über eine neue, bahnbrechende Attraktion am Großen Brombachsee. Dort soll angeblich schon bald ein Wasserwelt-Erlebnispark mit Aquarien voller einheimischer Fische entstehen. Das Highlight: Eine aufgeschüttete Felseninsel mitten im See, die Robben und Seehunden eine neue Heimat bieten soll.

Fünf bis sechsmal am Tag fährt die MS Brombachsee von April bis in den Winter hinein ihre Routen. Vielleicht auch bald ein paarmal mehr? „Natürlich werden wir dann zusätzlich zu unseren regulären Fahrten mehrmals am Tag die Robben-Insel ansteuern und die Passagiere mit spannenden Hintergrundinformationen versorgen“, erklärt Kapitän Marcus Wilken vor der Kamera, ohne auch nur mit der Wimper zu zucken. Was Aprilscherze in der Frankenschau angeht, ist Wilken schon erprobt: Bereits 2012 fiel das Sonntagsmagazin des Franken-BR auf einen 1. April, und damals hatte man die Zuschauer mit einer Geschichte über U-Boote am Brombachsee auf den Arm genommen. Als vermeintlich künftiger U-Boot-Kapitän hatte Marcus Wilken schon damals in die Kamera geschwindelt.

Gemeinsame Idee von ZVB und Bayerischem Rundfunk

Dass heuer als Aprilscherz wieder der Brombachsee herhalten muss, ist einer gemeinsamen Idee des Zweckverbands und Dr. Thomas Rex, dem Leiter der Frankenschau in Nürnberg, zu verdanken. Rex selbst lebt in der Nähe des Brombachsees und kennt das Fränkische Seenland bestens. In einer lockeren Unterhaltung mit Verantwortlichen des ZV Brombachsee kam man auf die Idee, die Fernsehzuschauer mit einem Wasserwelt-Erlebnispark in den April zu schicken.

Wie schon 2012 erklärte sich Landrat und Zweckverbandsvorsitzender Gerhard Wägemann sofort bereit, den Scherz mitzuspielen. Im Interview mit dem Fernsehredakteur fabuliert er über die baulichen Herausforderungen einer Robben-Insel mitten im Großen Brombachsee, kündigt an, eine Reihe Aussichtsplattformen entlang des Ufers errichten zu lassen und jongliert mit einer fiktiven Investitionssumme von 1,5 Millionen Euro. „Man muss doch nicht immer alles so ernst nehmen und kann sich so einen Scherz ruhig mal erlauben“, findet Wägemann in Hinblick auf die Aktion. „Außerdem ist der fünfminütige Beitrag trotz aller Fiktion eine tolle Werbung für das Fränkische Seenland.“ Und so ließ es sich der Zweckverbandsvorsitzende auch nicht nehmen, vor den laufenden Kameras auf die bereits bestehenden, realen Attraktionen und Vorzüge des Brombachsees hinzuweisen.

Werbung für den Brombachsee

Auch Hans-Dieter Niederprüm, Geschäftsführer des Tourismusverbands Fränkisches Seenland, nutzte die Gelegenheit, um ein bisschen die Werbetrommel für die Region zu rühren. Mit bierernster Miene vermischt er im Interview auf dem Floating House in Ramsberg Fiktion und Realität. Er zeigt sich begeistert über die Schwimmenden Ferienhäuser, die tatsächlich bald die ersten Urlaubsgäste aufnehmen werden, und fachsimpelt gleichzeitig über die Herausforderungen, Robben aus der Nordsee im Brombachsee anzusiedeln.

Zusätzliche Seriosität erhält der Fernsehbeitrag durch ein weiteres Experteninterview mit dem Fischereiverband Mittelfranken. Der findet eine Aufklärung über die Fische in heimischen Gewässern super und unterstützt die Idee eines Wasserwelt-Erlebnisparks. Diese Bereitschaft öffentlicher Repräsentanten, beim Aprilscherz mitzuwirken, hat BR-Redakteur Hans Peter Kernstock bei den Dreharbeiten beeindruckt: „Ich finde es super, dass alle mitgespielt haben. Offenbar haben die Menschen im Fränkischen Seenland eine ordentliche Portion Humor!“

Wer die Frankenschau vom 1. April verpasst hat, kann diese noch online in der BR-Mediathek anschauen: https://www.br.de/br-fernsehen/sendungen/frankenschau

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