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Willkommen am See

Schlammbehandlung

Eine ordnungsgemäße Klärschlammentsorgung ist Voraussetzung für jede gute Abwasserreinigung. Je besser das Abwasser gereinigt wird, desto mehr Klärschlamm fällt aus den verschiedenen Reinigungsstufen an. Dieser Schlamm muss einer aufwendigen Behandlung unterzogen werden, damit er entweder landwirtschaftlich entsorgt oder als Abfall beseitigt werden kann.

Da in der Umgebung des Brombachsees landwirtschaftliche Entsorgungsmöglichkeiten stark eingeschränkt sind, muss ein Großteil des Klärschlammes während der ersten Jahre des Kläranlagenbetriebes auf der Kreisdeponie abgelagert werden. Eröffnen sich während dieser Zeit keine anderen Möglichkeiten, so bleibt später nur der Transport zur geplanten Müllverbrennungsanlage in Ansbach. Eine weitgehende Mengenreduzierung ist somit sehr wichtig. Die Stabilisierung des Klärschlammes erfolgt in der beheizten Schlammfaulung, in der anaerobe Mikroorganismen die organische Schlammteile unter Luftabschluss abbauen und dabei Klärgas erzeugen, die zu zwei Drittel aus wertvollem Methangas besteht. Vor der Faulung wird dem Klärschlamm durch Eindickung möglichst viel Wasser entzogen, um die Schlammmenge zu reduzieren und Heizenergie zu sparen. Nach der Faulung folgt wieder ein Eindicker, der frei gewordenes Wasser abzieht. Die entscheidende Mengenreduzierung wird mit Hilfe einer Membranfilterpresse erzielt. Nach Zugabe organischer und chemischer Konditionierungsmittel wird der ausgefaulte Klärschlamm unter hohem Druck entwässert, um die abzufahrende Restmenge so klein wie möglich zu machen. Das Schlammwasser aus Eindickung  und Entwässerung wird in einem Behälter gesammelt und dosiert in den Kläranlagenzulauf zurückgeführt.

Das Klärgas wird innerhalb der Kläranlage zur Energiegewinnung genutzt. Ein Niederdruckgasbehälter dient zur Zwischenspeicherung des Gases. Bei Bedarf kann es in die zentrale Heizungsanlage eingespeist werden. Im Normalfall versorgt es jedoch eine Gasmaschine, die als Blockheizkraftwerk konzipiert ist. Dieses BHKW erzeugt Strom für den Eigenbedarf der Kläranlage, wobei die Maschinenabwärme wiederum an die Heizungsanlage abgegeben wird. Da die Kläranlage nur über eine Stichleitung an das öffentliche Stromnetz angeschlossen ist, muss die Gasmaschine auch den Notstrombedarf der Kläranlage abdecken.

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